Suzhou,
Garten des Meisters der Netze
Hier ist zwar
der Kleinste mit 4.000 m² Grundfläche, aber mit Sicherheit einer
der schönsten Gärten. Angelegt schon 1140 vom Beamten Shi Zhengzhi
inmitten von geschäftigen Gassen, verwahrloste der Park nach dem Tod
des Initiators, bis 1770 ein pensonierter Mandarin ihn erwarb und zu einem
Paradebeispiel eines Literatengarten ausbaute. 1958 übernahm dann
die Stadt die Anlage, deren Name ein viel zitiertes Thema der chinesischen
Malerei und Dichtkunst ist: In der berühmten "Sage vom Pfirsichblütenquell"
des Tao Yuanming (365-427) findet ein armer Fischer hinter einer tiefen
Höhle ein Traumland, in dem einfache, aber paradisische Zustände
herrschen...