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Paris, 1907 – Öl auf Leinwand, 244 x 234 cm New York, Museum of Modern Art |
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| „Das Bild hieß
anfangs „Das Bordell von Avignon“. Wissen Sie auch, warum? Avignon ist
für mich immer ein vertrauter Name gewesen, ein Name, der mit meinem
Leben in Barcelona verknüpft war. Ich wohnte damals ein paar Schritte
von der Calle d'Avignon entfernt. Dort habe ich immer mein Papier und meine
Aquarellfarben gekauft. Nun, wie Sie wissen, stammte die Großmutter
Max Jacobs aus Avignon. Was für eine Menge Unsinn haben wir mit diesem
Bild getrieben! Die eine der Frauen war für uns die Großmutter
von Max, die andere Fernande [Olivierl, eine weitere Marie Laurencin [die
Malerin], und sie alle in einem Bordell in Avignon!“
Das Gemälde wurde zum Manifest des Kubismus. Picasso folgt hier deutlich den Spuren Cézannes. Wie dieser sucht er nach einer neuen autonomen Bildräumlichkeit, die die Zweidimensionalität der Leinwand respektiert und die Freiheit der künstlerischen Form gegenüber den Erscheinungen der Natur zum Ausdruck bringt. Die Spannung zwischen flachen und plastischen Formen ist hier durch ein neues Raumkonzept ersetzt, in dem die formale Integrität der Bildgegenstände wiederholt von dem umgebenden Raum durchbrochen wird. Auch sind die Figuren nicht plastisch wiedergegeben, sondern das Plastische ist in die Zweidimensionalität der Fläche übersetzt. Picasso zertrümmert die Form der Figuren und setzt dann die Stücke nach seiner inneren Vorstellung zusammen. Die Einzelperspektive ist abgeschafft – eine bereits von Cézanne eingeführte Neuerung die Teile des Bildes sind vielmehr von verschiedenen Blickpunkten aus erfaßt und führen zu einer ungewohnten „Zusammenschau“. |
Picasso fertigte für
dieses Bild unzählige Vorstudien an und experimentierte vor allem
in bezug auf die Komposition. Hier sind sieben Personen um Blumen und Früchte
in einem Bordell versammelt. In der endgültigen Version verschwinden
die beiden männlichen Figuren.
Weitere Picasso Werke
zum Thema:
Pablo Ruiz y Picasso
Quelle:
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